Mit viel Herzblut für das DRK:Burghard Strack aus Kaltenkirchen setzt sich seit über 55 Jahren für die DRK-Blutspende ein

06.01.2017

Susanne von Rabenau

Bereits als 16-Jähriger begann Burghard Strack sein Engagement für das Deutsche Rote Kreuz.

Er absolvierte zunächst eine Grundausbildung in Erster Hilfe und begann dann 1960 einen Sanitätslehrgang beim DRK.

In Pommern geboren, kam Strack 1945 mit seiner Familie nach Kaltenkirchen. Der junge Mann auf einem alten schwarz-weiß Foto aus den 60er Jahren schaut fast noch ein wenig schüchtern in die Kamera. Anderen Menschen helfen – das war schon damals Stracks Motivation für sein Engagement. 1960 war er Mitbegründer des DRK-Ortsvereins Kaltenkirchen, der bereits im selben Jahr den ersten Blutspendetermin in der Stadt organisierte. Auch hier war der gelernte Rettungssanitäter von Beginn an dabei. Denn nicht nur beruflich machte Strack es sich zur Aufgabe zu helfen. Auch ehrenamtlich war er immer dort, wo er dringend gebraucht wurde.

Von seinen zahlreichen Einsätzen im Auftrag des DRK blieb Strack vor allem einer im Frühsommer 1965 im Gedächtnis: Gemeinsam mit dem damaligen DRK-Bereitschaftsleiter hatte er als DRK-Helfer die Aufgabe, Krankentransporte zwischen West und Ost Berlin durchzuführen. Aus allen Bundesländern kamen Krankenwagen für diesen Auftrag beim DRK-Landesverband in West Berlin zusammen – aus Schleswig-Holstein war nur der Wagen aus Kaltenkirchen dabei. „Wir fuhren Patienten aus West Berlin in den Ostteil der Stadt, wo sie ihre Angehörigen für einige Stunden treffen konnten. Danach ging es zurück in den Westen. Bei jedem Transport wurden Fahrer und Patient an den Übergangsstellen Invalidenstraße und Sonnenallee circa zwei Stunden lang kontrolliert“, erinnert sich Strack eindrücklich.

Mittlerweile ist der Rentner seit über 55 Jahren für das DRK im Einsatz. Viel Zeit und Herzblut hat er auch in sein ehrenamtliches Engagement investiert. Seit vielen Jahren betreut Burghard Strack bereits die Anmeldung der Kaltenkirchener Blutspendetermine, so auch kürzlich, als die Aktion erstmals in den neuen Räumen der Kaltenkirchener Feuerwache stattfand. Die meisten Spenderinnen und Spender kennt er selbstverständlich persönlich. Die Einführung technischer Neuerungen im Bereich der Spenderanmeldung war für den 72-Jährigen dabei nie ein Problem – auch privat ist er „fit“ im Umgang mit moderner Technik, arbeitet auch zuhause häufig am Computer.

Vielen Kaltenkirchenern ist Burghard Strack, der früher auch selbst Blut gespendet hat, als „Der vom Roten Kreuz“ bekannt. Strack freut sich, wenn er erkannt und angesprochen wird. Zwar habe man früher auf den Spendeterminen noch mehr Zeit für persönliche Gespräche gehabt. Aber die Aufgabe, die er mit seinem Ehrenamt hat, möchte Strack nicht missen. „Ein Leben ohne Ehrenamt wäre kein Leben für mich“, sagt er. „Ich denke, jeder sollte ein Ehrenamt haben.“ Für welches man sich entscheidet, sei dabei nicht so wichtig, findet der engagierte Kaltenkirchener.

Strack hat während seiner langjährigen Mitgliedschaft im DRK bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Darunter unter anderem im Jahr 2011 für sein ehrenamtliches Engagement die Ehrennadel des Landes, verliehen durch den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten.

„Warum sollte man sich nicht engagieren, wenn man Zeit hat und gesund ist? Solange ich kann, werde ich die DRK-Blutspendetermine weiter unterstützen“, sagt der Helfer mit Leib und Seele, schaut dabei nur kurz hinter seinem Computer hervor und wendet sich dann schon wieder der Registrierung des nächsten Spenders zu.

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