Was „Immunthrombozytopenie“ für Jess und uns alle bedeutet

12.12.2018

Elisa Louis

„Ich kann mir wirklich nur von Herzen wünschen und euch motivieren, steht auf, „opfert“ ein wenig eurer Zeit, spendet Blut oder Plasma und rettet Menschenleben“, wünscht sich Jess und besucht uns im Blutspendezentrum Leipzig mit ihrem Freund Florian.

Jess ist seitdem sie 12 Jahre alt ist an Immunthrombozytopenie erkrankt.  

Dieser Zungenbrecher beschreibt eine Blutkrankheit, bei welcher der Betroffene einen Mangel an Thrombozyten hat.

Für alle, die das nicht mehr so ganz aus der Schulzeit im Kopf haben: Thrombozyten sind unsere Blutplättchen. Sie spielen bei der Immunabwehr eine entscheidende Rolle. Vor allem sorgen sie für die Blutgerinnung bei Verletzungen unserer Blutgefäße. Sobald also eine Blutbahn verletzt wurde, lagern sich die Blutplättchen schnell um das umliegende Gewebe und formen „Klumpen“. Die Stelle wird durch dieses „innere Pflaster“ im Nu verschlossen und es geht so wenig wie möglich Blut verloren. Zu allen Infos rund um das Thema Thrombozyten geht es hier entlang.

Bei Immunthrombozytopenie ist folglich die Blutgerinnung der erkrankten Person gestört. Sie ist im Notfall auf Blutspenden anderer angewiesen, darf aber selbst aufgrund der Krankheit nicht spenden.

Jess weiß daher wie immens wichtig das Blutspenden ist. Zwar hat sie selbst noch keine Blutkonserven benötigt, aber spätestens bei einem Kinderwunsch und der Geburt eines eigenen Kindes, wird sie auf das Blut anderer angewiesen sein.

„Leider beschäftigen sich viel zu wenige mit dem Thema Blutspende oder gehen tatsächlich spenden“, bedauert Jess. Obwohl die Mehrzahl aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben auf das Blut anderer angewiesen ist, spenden leider nur um die 3% .

Florian ist natürlich direkt zur (Helden)-Tat geschritten!

Schön, dass ihr uns im Blutspendezentrum Leipzig besucht habt.

 

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