Weltkrebstag, 4.Februar

04.02.2019

Elisa Louis

In Deutschland erkranken pro Jahr um die 500.000 Menschen an Krebs. Immer mehr Personen müssen mit dieser harten Diagnose fertig werden. Immer mehr Angehörige müssen ihre Liebsten in der schweren Zeit begleiten.

Während einer Krebstherapie ist die Mehrzahl der Patienten auf die Gabe von Blutpräparaten angewiesen.

Die Chemo-und Strahlentherapie zerstört die gesunden Blutbestandteile, welche dann ausgeglichen werden müssen. Manche Patienten kommen ohne Transfusionen aus, andere benötigen ein bis zwei. Sehr viele müssen aber auch über einen langen Zeitraum chronisch mit Blutkonserven behandelt werden.  Pro Patient können dann sogar mehrere 100 Blutkonserven anfallen. 

In der Krebstherapie sind in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt worden. In vielen Fällen gelingt es heute, den Krebs über einen längeren Zeitraum zu kontrollieren und dem Patienten Lebensqualität zu erhalten.

Rund 19% aller Blutspenden werden bei Krebserkrankungen eingesetzt. Blutspender sind damit die stillen Begleiter der Krebspatienten. Sie ermöglichen den Betroffenen eine wirksame Behandlung und eine Chance auf Heilung.

Wir kämpfen als Blutspendedienst gegen diese schlimme Krankheit, und zwar nicht nur am Weltkrebstag!

Danke dem lieben Michael*, für seine persönliche Blutspender-Geschichte und sein unermüdliches Engagement:

„Ich gehe seit meinem 18. Lebensjahr Blut spenden. Anfangs half mir das Geld, das es damals noch fürs Blutspenden gab. Ich stand kurz vor dem Abitur und das Geld war immer knapp. Später fand ich es gut, dass mein Blut regelmäßig untersucht wurde und helfen wollte ich auch.

Auch bei der der Armee wurden wir regelmäßig aufgefordert Blut zu spenden. 1978 verstarb meine Schwester 1 Tag vor ihrem 30. Geburtstag an Leukämie. Sie hatte ca. 100 Blutkonserven bis zu ihrem Tod erhalten und ich nahm mir vor diese 100 Konserven zurück zu geben.

Später fragten mich einmal ein paar Studenten der MedAK Dresden, ob ich bereit wäre etwas Extrablut für eine Typisierung für ihre Diplomarbeit abzugeben. Kurze Zeit später wurde ich fast wöchentlich zur Thrombozytenspende geladen. Mir wurde gesagt, dass es für eine Frau ist, die nach einer Krebsbehandlung  bestrahlt wird. Das ging fast ein Jahr.

Danach ging ich wieder Blut spenden. Nach einem Jahr ging das mit dem Thrombozytenspenden wieder los. Diesmal für einen kleinen Jungen.

Danach bin ich jahrelang Plasma spenden gegangen. Bis ich 1992 einen Nervenzusammenbruch mit folgenden Depressionen hatte. Ich musste Medikamente nehmen und durfte nicht mehr Blut oder Plasma spenden. Es wurde direkt in meinen Spenderausweis eingetragen.

Nach 6 Jahren war ich frei von Depressionen und hatte bereits 4 Jahre keine Medikamente mehr genommen. Ein Kollege fragte beim Blutspendezentrum für mich nach, ob ich wieder kommen könnte. Es wurde bestätigt.

Ich ging wieder ein paar Mal Plasma spenden, konnte es aber mit meiner Arbeit nicht abstimmen. So ging ich nur noch Blut spenden, wenn die mobile Spende bei uns im Betrieb war.

Seit ich 2011 in den Vorruhestand gegangen bin, spende ich wieder regelmäßig.

 

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